
Iserlohns Bürgermeister Michael Joithe und Jan Theymann eröffnen symbolisch mit einem Scherenschnitt das neue Teilstück des Ruhrtalradwegs. Stadtbaurat Thorsten Grote (re.) und Johannes Hellermann von der Abteilung Straßen und Brücken halten das grüne Absperrband. Foto: Stadt Iserlohn
Neues Teilstück des Ruhrtalradwegs eröffnet
Langjähriger Nutzungskonflikt am Hof Theymann gelöst
(PSI). Nach rund zweieinhalb Monaten Bauzeit ist die neue Trasse des Ruhrtalradwegs im Bereich Letteweg/Hof Theymann in Iserlohn fertiggestellt. Mit der symbolischen Eröffnung konnte der neue Streckenabschnitt für Radfahrende freigegeben werden. Zudem wurde ein über Jahre andauernder Nutzungskonflikt endgültig beseitigt. Gemeinsam mit Hofinhaber Jan Theymann sowie Vertreterinnen und Vertretern des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs e. V. (ADFC) haben Iserlohns Stadtbaurat Thorsten Grote, Bauingenieurin Hanna Hinz sowie Johannes Hellermann, Abteilungsleiter Straßen und Brücken, die neue Trasse den Beteiligten und Anwesenden vorgestellt.
Eigenständige Wegeführung
Mit dem rund 600 Meter langen Neubau erhält der Ruhrtalradweg in diesem Bereich eine dauerhaft gesicherte und eigenständige Wegeführung. Die neue Trasse ersetzt den bisherigen Abschnitt, der teilweise über private Hofflächen führte. Durch die räumliche Trennung von Radverkehr und landwirtschaftlicher Nutzung werden künftig Nutzungskonflikte vermieden und die Verkehrssicherheit für alle Beteiligten deutlich verbessert.
Gefährdungssituation
Mit zunehmender Nutzung des Ruhrtalradwegs – heute eine stark frequentierte und touristisch genutzte Premiumroute – hatten sich die Nutzungskonflikte für den Hofinhaber deutlich verschärft. Dabei kam es immer wieder zu Gefährdungssituationen zwischen Radfahrenden und landwirtschaftlichem Verkehr, Problemen beim Viehbetrieb, Beinahe-Unfällen mit Maschinen, Menschen und Tieren sowie Fehlverhalten einzelner Personen, von verbalen Auseinandersetzungen und Pöbeleien bis hin zu Vermüllung mitunter starken Ausmaßes.
Alle Beteiligten profitieren
„Mit der neuen Trasse haben wir eine Lösung geschaffen, von der alle Beteiligten profitieren. Der touristisch beliebte Ruhrtalradweg erhält eine dauerhaft gesicherte und attraktive Wegeführung, gleichzeitig werden die berechtigten Belange des landwirtschaftlichen Betriebs berücksichtigt. So konnten wir einen langjährigen Nutzungskonflikt nachhaltig auflösen“, betont Stadtbaurat Thorsten Grote.
390.000 Euro Kosten
Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 390.000 Euro. Die Finanzierung erfolgt zu 80 Prozent aus Fördermitteln im Rahmen der Förderrichtlinie „Nahmobilität“ aus dem Bundes-Sonderprogramm „Stadt und Land“. Die Stadt Iserlohn trägt einen Eigenanteil von 20 Prozent.

