Sebastian Unkhoff, Chef der Agentur für Arbeit Iserlohn. Foto: Agentur

Arbeitslosigkeit gestiegen

Zuletzt geändert: 31. Juli 2026Von

18.981 Männer und Frauen suchen einen neuen Job

(EB). Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk der Agentur für Arbeit Iserlohn im Juli gestiegen. 18.981 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 418 Personen mehr (2 Prozent) als im Juni, aber 114 Personen bzw. 1 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 8,4 Prozent und lag mit 0,1 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 8,5 Prozent. Das geht aus der jüngsten Statistik der Arbeitsagentur hervor. Die Unterbeschäftigung lag nach vorläufigen Angaben im Juli bei 22.718 Personen. Sie erhöhte sich gegenüber dem Vormonat Juni (120 Personen bzw. 0,5 Prozent) und sank verglichen mit Juli 2025 (-407 Personen bzw. -1,8 Prozent). Zur Unterbeschäftigung zählen neben den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, weil sie beispielsweise im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden.

928 fanden neuen  Job

Im Rechtskreis SGB III (Agentur für Arbeit) lag die Arbeitslosigkeit bei 6.291 Personen (255 Personen mehr als im Vormonat, aber 11 Personen weniger als vor einem Jahr). Im Rechtskreis SGB II (Jobcenter) waren 12.690 Arbeitslose registriert (163 Personen mehr als im Vormonat, aber 103 Personen weniger als im Vorjahr). Durch die Träger der Grundsicherung (Jobcenter) wurden 67 Prozent aller Arbeitslosen betreut. Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 3.961 Personen arbeitslos. Davon kamen 1.060 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 3.558 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 928 eine Erwerbstätigkeit auf.

3.500 offene Stellen

Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 862 Stellen wurden im Juli neu gemeldet (198 mehr als im Vormonat und 221 mehr als vor einem Jahr). Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, Verarbeitendes Gewerbe, Gesundheits- und Sozialwesen, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Handel Instandhaltung und Reparatur von Kfz, Baugewerbe. Aktuell befanden sich damit 3.500 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.

Saisonaler Anstieg

„Die aktuellen Arbeitsmarktdaten zeigen ein differenziertes Bild. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat ist vor allem auf die saisonalen Übergänge nach dem Ende von Ausbildungen und Qualifizierungsmaßnahmen zurückzuführen. Gleichzeitig bleibt der Arbeitsmarkt, insbesondere im nördlichen Märkischen Kreis (Iserlohn, Hemer, Menden) in Bewegung: Die wieder steigenden Stellenmeldungen sowie die hohe Dynamik bei den Zu- und Abgängen zeigen, dass Unternehmen weiterhin Fachkräfte suchen. Jetzt kommt es darauf an, junge Menschen nach ihrem Ausbildungsabschluss oder dem Ende einer Qualifizierung schnell und passgenau mit den offenen Stellen zusammenzubringen. Jede gelungene Vermittlung sichert Fachkräfte für unsere Region und eröffnet jungen Menschen eine gute berufliche Perspektive. Genau darauf richten wir in den kommenden Wochen unseren Schwerpunkt,“ so der Chef der Agentur für Arbeit Iserlohn, Sebastian Unkhoff.

Weniger Bedarfsgemeinschaften

In der Grundsicherung (Jobcenter) sank die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Vorjahresvergleich um 385 (entspricht -2 Prozent) auf insgesamt 17.016. Hierbei wurden im Berichtsmonat insgesamt 23.133 erwerbsfähige Grundsicherungsgeldberechtigte betreut, das waren 684 Personen weniger (-3 Prozent) als vor einem Jahr. Nach Inkrafttreten der neuen Grundsicherung am 1. Juli wird der Grundsatz der nachhaltigen Vermittlung in Arbeit wieder schärfer in den Fokus gerückt und eine deutliche Akzentverschiebung hin zu mehr Verbindlichkeit, Pflichten und Sanktionen vollzogen. Wie stark sich dies auf die Entwicklung der Kosten in der Grundsicherung auswirken wird, kann frühestens Ende des Jahres beurteilt werden.