
Freuen sich über den neuen IGA-Radweg (von links.): Tim Brückner, Teamleiter Routenmanagement (RVR), Maria Wagener (Referatsleiterin Mobilität RVR), Horst Fischer (Geschäftsführer IGA 2027 Ruhrgebiet), Lünens Bürgermeisterin Martina Förster-Teutenberg, Susanne Linnebach (Leiterin Stabsstelle Stadt- und Raumentwicklung Emschergenossenschaft und Lippeverband), Christoph Lottritz (Abteilungsleiter Aktivtourismus Ruhr Tourismus GmbH). Foto: Andreas Buck
Fünf Zukunftsgärten. Zehn Städte. Eine Route.
Neuer IGA-Radweg verbindet das Ausstellungsgelände der IGA 2027 Ruhrgebiet
(EB). Gemeinsam haben die IGA 2027 Ruhrgebiet, die Stadt Lünen, Emschergenossenschaft und Lippeverband (EGLV), der Regionalverband Ruhr (RVR) und die Ruhr Tourismus GmbH (RTG) jetzt den neuen IGA-Radweg vorgestellt. Die rund 100 Kilometer lange Route verbindet erstmals alle fünf Zukunftsgärten der Internationalen Gartenausstellung miteinander – und schafft weit mehr als eine Verbindung zwischen den Ausstellungsorten. Sie bleibt dauerhaft als Infrastruktur für klimafreundliche Mobilität, Freizeit und Tourismus im Ruhrgebiet erhalten.
Eine Gartenschau, die das gesamte Ruhrgebiet verbindet
Der IGA-Radweg ist ein zentraler Baustein des Mobilitätskonzepts der IGA 2027 und macht die Idee einer regionalen Gartenschau erstmals auch zwischen ihren Ausstellungsorten unmittelbar erlebbar. Besucherinnen und Besucher können die Zukunftsgärten nicht nur einzeln entdecken, sondern auf einer zusammenhängenden Route miteinander verbinden. Gleichzeitig zeigt das Gemeinschaftsprojekt beispielhaft, wie nachhaltige Mobilität, Tourismus und Freizeitangebote im Ruhrgebiet intelligent zusammengedacht werden können.
In beide Richtungen befahrbar
Auf rund 100 Kilometern verbindet der IGA-Radweg die Zukunftsgärten in Duisburg, Gelsenkirchen, dem Zukunftsgarten im Natur- und Wasser-Erlebnis-Park (Castrop-Rauxel/Recklinghausen), Dortmund und Lünen. Dabei führt die Strecke durch insgesamt zehn Städte: Duisburg, Mülheim an der Ruhr, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Herten, Recklinghausen, Castrop-Rauxel, Dortmund und Lünen. Die Route kann in beide Richtungen befahren und flexibel in einzelne Tagesetappen aufgeteilt werden.
Industriekultur, Flusslandschaften und Parks auf einer Route
Entlang der Strecke erleben Radfahrende die ganze Vielfalt des Ruhrgebiets. Industriekultur, renaturierte Flusslandschaften, urbane Parks, Haldenlandschaften und moderne Freizeitangebote wechseln sich auf einzigartige Weise ab. Zu den touristischen Höhepunkten zählen unter anderem die Zeche Zollverein, der Duisburger Innenhafen, die MüGa (Mülheimer Gartenschau), die Styrumer Ruhrauen, die ZOOM Erlebniswelt, der Revierpark Nienhausen, der Fredenbaumpark, die Halde Hoheward sowie zahlreiche weitere Ziele entlang von Ruhr, Emscher, Rhein-Herne-Kanal und Dortmund-Ems-Kanal. So verbindet der IGA-Radweg Natur, Stadtentwicklung, Industriekultur und Freizeit zu einem touristischen Gesamterlebnis.
Bestehende Wege intelligent vernetzt
Dabei setzt das Projekt bewusst auf Nachhaltigkeit. Der IGA-Radweg nutzt überwiegend bereits bestehende hochwertige Radwegeverbindungen wie den RuhrtalRadweg, die Rheinische Bahn, den Nordsternweg und den Emscher-Weg. Ergänzend wurden einzelne Abschnitte neu gebaut oder aufgewertet, darunter der Grüne Ring in Duisburg, Teilbereiche der Rheinischen Bahn in Essen, Abschnitte des Emscher-Weges zwischen Gelsenkirchen und Dortmund sowie der IGA-Radweg in Lünen und Bergkamen, der in den vergangenen Monaten entstanden ist.
Erweiterung des Knotenpunktnetzes
Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts ist darüber hinaus die Erweiterung des Knotenpunktnetzes des radrevier.ruhr. Dieses bewährte Orientierungssystem bildet künftig die Grundlage der Wegeführung und ermöglicht eine einfache Navigation anhand nummerierter Knotenpunkte. Ergänzend stehen digitale Navigationsangebote über Komoot sowie GPX-Dateien zur Verfügung.
Verbindung macht Ruhrgebiet erlebbar
Horst Fischer, Geschäftsführer der IGA 2027 Ruhrgebiet: „Die IGA 2027 versteht sich als Gartenschau für das gesamte Ruhrgebiet. Deshalb war von Anfang an klar: Wir brauchen auch eine Verbindung, die diese Region erlebbar macht. Der IGA-Radweg ist weit mehr als eine Strecke zwischen unseren fünf Zukunftsgärten. Er verbindet Menschen, Städte und Landschaften miteinander und zeigt eindrucksvoll, wie klimafreundliche Mobilität, Freizeit und Tourismus Hand in Hand gehen können. Besonders wichtig ist uns dabei die nachhaltige Wirkung: Die Radinfrastruktur endet nicht mit der Internationalen Gartenausstellung. Sie bleibt dauerhaft bestehen und schafft einen echten Mehrwert für die Menschen im Ruhrgebiet sowie für Gäste aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland.“
Maria Wagener, Leiterin des Referates Mobilität beim Regionalverband Ruhr (RVR):
„Der IGA-Radweg liegt vollständig auf dem vom RVR entwickelten und realisierten Knotenpunktnetz. Dazu wurden auf rund 30 Kilometern zusätzliche Abschnitte aufgenommen und in die landesweite Beschilderung integriert, darunter ein längerer Abschnitt des Emscher Weges in Dortmund, im Kreis Recklinghausen und an der Grenze zu Gelsenkirchen. Außerdem wurde 2025 ein Teilstück der Rheinischen Bahn zwischen Mülheim an der Ruhr und Essen auf rund 1,5 Kilometern mit einer Asphaltdecke aufgewertet. Das Knotenpunktnetz umfasst inzwischen etwa 310 Knotenpunkte auf einer Gesamtlänge von rund 1.530 Kilometern. Es ist somit der ideale Begleiter, um im kommenden Jahr die vielen neu und umgestalteten Gärten der IGA zu entdecken.“
Ein neues touristisches Angebot mit Zukunft
Mit der Erweiterung des Knotenpunktnetzes des radrevier.ruhr wurde zugleich eine Grundlage geschaffen, die weit über die IGA hinaus Bestand haben wird. Davon profitieren künftig nicht nur Besucherinnen und Besucher der Internationalen Gartenausstellung, sondern ebenso Freizeitradfahrende, Pendlerinnen und Pendler sowie der Fahrradtourismus im gesamten Ruhrgebiet. Axel Biermann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Ruhr Tourismus GmbH: „Das radrevier.ruhr ist die radtouristische Dachmarke für das Ruhrgebiet. Mit dem 1.500 km langen Knotenpunktnetz ist es gleichermaßen Qualitätssiegel für das radtouristische Angebot der Region. Im kommenden Jahr steht das radrevier.ruhr ganz im Zeichen der IGA. Der IGA-Radweg fügt sich daher nicht nur aus thematischer und qualitativer Sicht perfekt ins Portfolio des radrevier.ruhr, sondern bietet mit seiner Multioptionalität als Mehrtagestour, als Tagesreiseziel oder einfach als Zubringer zu den IGA-Zukunftsgärten einen echten touristischen Mehrwert.“

