Henri Ruoste (Finnland) mit Tiffanys Diamond im Lambertz-Preis, Grand Prix zur Einzelqualifikation bei den FEI World Championship in Aachen (Foto: Jenny Musall)
Henri Ruoste (Finnland) mit Tiffanys Diamond im Lambertz-Preis, Grand Prix zur Einzelqualifikation bei den FEI World Championship in Aachen (Foto: Jenny Musall)

Henri Ruoste startet im Grand Prix Spécial in Aachen bei der WM

Zuletzt geändert: 13. August 2026Von Schlagwörter:

Seit Dienstag laufen die Dressurprüfungen der FEI World Championships 2026 in der Aachener Soers. Mit dabei ist auch Henri Ruoste aus Menden, der sein Debüt im finnischen Frak bei einer Weltmeisterschaft gibt. 

19 Teams und 86 Reiter kämpfen bei den FEI World Championships 2026 um die Meisterschaften in der Dressur. Auch Finnland ist mit einer Equipe vertreten – mit Mendener Beteiligung. Henri Ruoste gibt nun nach Olympia 2024 und 2021 sein Debüt bei einer Weltmeisterschaft. Dabei beendet der 44-jährige Finne am gestrigen zweiten Tag des Grand Prix mit 71,817 %. Um am morgigen Freitag, im Grand Prix Spécial starten zu dürfen, muss mindestens ein 30. Platz drin sein. Mit dem 23. Rang ist ein Start für den auf Gut Bertingloh lebenden Finnen ohne Probleme drin.

Ruostes Tiffanys Diamond war am Anfang nervös

Und das mit einer leichten Aufregung bei Ruostes Sportpartnerin Tiffanys Diamond. Die 14-jährige dänische Warmblutstute hat zu Beginn der Prüfung durch eine verstärkte Maultätigkeit versucht, ihre Nervosität in den Griff zu bekommen. Im Laufe der Prüfung ist dies besser geworden und die Stute hat nach und nach mehr zur Ruhe gefunden und ist hinterher gelassen am langen Zügel aus dem Hauptstadion gegangen.

Im Kampf um die Medaillen konnten die Finnen jedoch nicht mithalten. Sie kamen auf Rang 14. Die Goldmedaille sicherte sich das deutsche Team, in dem neben den Routiniers Isabell Werth mit Wendy de Fontaine, Frederic Wandres mit Bluetooth OLD auch Katharina Hemmer mit Denoix PCH und Raphael Netz mit Great Escape Camelot zwei Debütanten am Start gewesen sind. Die Silbermedaille haben sich die Briten mit Becky Moody, Charlotte Fry, Carl Hester und Fiona Bigwood gesichert. Für die Dänen, 2022 noch bei der WM im dänischen Herning Goldmedaillengewinner, reicht es nur noch für Bronze.

 Werden bei den FEI Dressage World Championships Weltmeister: Isabellt Werth, Frederic  Wandres, Raphael Netz und Kathraina Hemmer mit Equipe-Chef Klaus Röser (Foto: Jenny Musall)

Werden bei den FEI Dressage World Championships Weltmeister: Isabell Werth, Frederic Wandres, Raphael Netz und Kathrina Hemmer mit Equipe-Chef Klaus Röser (Foto: Jenny Musall)

Entscheidungen für die Einzelmedaillen bei der Reit WM 2026 in Aachen stehen an

Die Prüfung des Lembertz-Preis kann die Dänin Cathrine Laudrup-Dufour mit Mount St. John Freestyle und 82,376 % gewinnen. Laudrup-Dufour gilt als aktuelle Weltranglistenerste mit der inzwischen 17 Jahre alten Stute als Titelaspirantin. Charlotte Fry und Glamourdale, die Einzel-Weltmeister von 2022, haben sich in der Prüfung den dritten Rang mit 80,311 % gesichert. Rang zwei ging an die Shootingstars der letzten beiden Jahre, den Belgier Justin Verboomen und Zonik Plus. Isabell Werth liegt mit 79,876 % knapp hinter Fry.

Aufgrund der Hitze wird der morgige Grand Prix Spécial in zwei Teile gesplittet. Die erste Reiterin, Felicitas Somoncic startet mit Four Legends um 8:30 Uhr. Für Ruoste wird es um 10:09 Uhr im Viereck des Hauptstadions ernst. Zwischendurch ist zwischen 12:30 und 15 Uhr eine längere Pause, um die Pferde zu schonen. Im Meggle-Preis, dem Grand Prix Spécial, entscheidet sich dann, welcher der besten 18 Reiter am Samstag um eine Einzelmedaille reiten darf.