Daniel Engel im Kreis einiger seiner geladenen Gäste. Foto: Hendrik Klein

350 vom neuen „Iserlohner Pilsener“ begeistert

Zuletzt geändert: 22. August 2026Von

Erstes Tasting wurde zum emotionalen Event

Von Hendrik Klein

Damit hatte Daniel Engel nicht gerechnet: 200 Gäste hatte er zur ersten Verkostung seines wiederbelebten „Iserlohner Pilseners“ eingeladen. „Einige brachten ihre Freunde mit, so waren es am Ende wohl gut 350 Leute“, ist der 41-Jährige restlos begeistert von der großen Resonanz auf das erste Tasting des neuen/alten Gerstensafts. „Rund 450 Liter haben wir ausgeschenkt“, schätzt Engel. „Wir hatten zeitweise Angst, dass es nicht reichen könnte.“ Einige Gäste hätten gleich 15 Gläser auf einmal an der Theke geordert, um ja nicht zu kurz zu kommen.

Bis tief in die Nacht gefeiert

Das Treffen im ehemaligen „Haus Gerdes“ an der Düsingstraße in Iserlohn wurde zu einem Stelldichein ehemaliger Brauerei-Beschäftigter und Freunde des „Genießerherben“ aus dem Grüner Tal. „Wir haben bis tief in die Nacht gefeiert“, erzählt Daniel Engel noch immer etwas „angeschlagen“ am Tag nach der offiziellen Wiedergeburt des Iserlohner Gerstensafts. Gegen 22 Uhr habe es einen Wechsel des Publikums gegeben. „Die Älteren sind gegangen, die Jüngeren gekommen. Letztere haben dann bis in den frühen Morgen ausgehalten.“

Skurrile Erinnerungsstücke

Das Tasting war auch ein Stelldichein der skurrilen Mitbringsel. „Einige haben ihre eigenen alten Iserlohner Pilsener-Gläser mitgebracht. Einer kam sogar in einer Tonne mit Iserlohner-Wappen. Thomas Schäfer brachte ein besonderes Erinnerungs-Fläschen mit: „Das ist eine von der letzten Abfüllung. Das Datum 17.10.2014 ist auf der Flasche abgedruckt“, so Schäfer. Für Daniel Engel war es ein „total emotionales Event“. „Die Leute haben sich bei mir bedankt, einige haben mich sogar dabei umarmt“, war der 41-Jährige „ganz perplex“, wie gut seine Ideen der Wiederbelebung des „Iserlohner Pilsener“ angekommen ist. Das zeige, wie eng verbunden die Iserlohner mit dem Produkt gewesen sind. Arndt Böhmer, ehemaliger Gesellschafter der Waldstadt-Brauerei, lieferte einige lustige Fakten zum Programm. Für Musik sorgte DJ „Heimather“.

 Vergleich zu damals schwierig

Und wie schmeckt das neue/alte „Iserlohner Pilsener“ denn jetzt? Laut Daniel Engel ist das Pils sehr gut angekommen. „Natürlich war ein Vergleich zu damals schwierig, weil man sich nach so vielen Jahren nicht mehr an den seinerzeitigen Geschmack erinnern konnte. Aber das Urteil war durchweg positiv, das macht uns viel Mut für die Zukunft.“ Wie der Gerstensaft, immer noch aus dem Grüner Tal, tatsächlich schmeckt, darüber kann sich die breite Öffentlichkeit Anfang September beim Letmather Brückenfest eine Meinung bilden.