Titelseite der neuesten Ausgabe der Heimatblätter

Von Emigranten vor 200 Jahren, Schlangen und Schach

Zuletzt geändert: 28. September 2026Von

(EB). Die Oktober-Ausgabe der Heimatblätter bietet Spezial-Themen: Der Aufmacher blickt auf Emigranten im heimischen Raum vor über 200 Jahren. Ein Aufsatz zur Biologie befasst sich mit der Schlingnatter, einem wenig bekannten Tier unserer Heimat und was sie mit der Kreuzotter zu tun hat. Der dritte Beitrag schließlich öffnet ein selten behandeltes Kapitel der Hohenlimburger Vereinsgeschichte: 100 Jahre Schachvereinigung.

Messe im Letmather Kiliansdom

Winfried Törnig ist es, der in einer gut bebilderten Betrachtung herausarbeitet, dass Emigration schon vor mehr als 200 Jahren ein wesentliches Thema war. Der Untertitel „Französische Emigranten in Deutschland, deutsche Emigranten in Frankreich“ umreißt, um was es geht: um Hugenotten, die nach Brandenburg-Preußen flüchteten, ein Jahrhundert später gefolgt von französischen Adeligen und monarchistisch gesinnten Priestern. Im Haus Letmathe, damaliges Rittergut, konnten vor den Schrecken der französischen Revolution geflüchtete Offiziere unterkommen, doch erteilte die gräfliche Kanzlei in (Hohen-)Limburg keine längere Aufenthaltsgenehmigung.  Geflüchtete Priester fanden im katholischen Letmathe ein Exil und lasen an der alten Kilianskirche die heilige Messe.

Die giftige Kreuzotter kommt in der Region nicht vor 

Martin Schlüpmann, namhafter Biologe aus Hohenlimburg und regelmäßiger Autor der Heimatblätter, führt mit der Schlingnatter zu einer Schlangenart, über die in der Bevölkerung viel Unkenntnis herrscht. Die nicht giftige Schlingnatter wird auch von vermeintlichen Kennern nicht selten mit der giftigen Kreuzotter verwechselt. Schlüpmann führt Beispiele aus der Heimatliteratur und Zeitungsartikeln der letzten 100 Jahre an. Selbst die unscheinbare Blindschleiche wurde von aufgeregten Zeitgenossen schon für eine Kreuzotter gehalten. Der Autor bestreitet die gern kolportierte Aussage, in unserer Region komme die Kreuzotter vor. Er belegt das auch argumentativ und sieht einen Zusammenhang mit der real existierenden heimischen Flora. Fotos der Schlingnatter aus dem Raum Hohenlimburg und Letmathe illustrieren den bemerkenswerten Aufsatz.

100 Jahre Schachvereinigung

Am 29. April 1926 wurde die „Schachvereinigung Hohenlimburg 26“ im damaligen „Evangelischen Volksheim“ ins Leben gerufen. Rund vier Jahrzehnte danach kam ein zweiter Verein hinzu: „Schachclub Turm Hohenlimburg“. Zehn Jahre später vereinigten sich beide unter dem neuen Namen „Schachverein Turm Hohenlimburg 26 e. V.“ in diesem Jahr feiern die Schachfreunde das 100-jährige Vereinsjubiläum. Die Heimatblätter bieten eine tabellarische Chronik.

Erhältlich im „Bahnsteig 42“

Die Abonnenten der Zeitschrift haben die neuste Ausgabe wie gewohnt per Post erhalten. Erhältlich ist das Heft in der Hohenlimburger Buchhandlung an der Freiheitstraße, in der Unternahmer bei Weinhandlung Steinbach, am Letmather Bahnhof am Kiosk von „Bahnsteig 42“, in Hagen in der Buchhandlung am Rathaus. Es kostet im Jahres-Abo 45,00 EUR, einzeln 4,50 EUR.