Gut besucht waren auch in diesem Jahr wieder die Mitgliederversammlung und das Sauerland-Forum in Hellermanns Hütte in Schmallenberg-Gellinghausen. Foto: Rouven Soyka/Sauerland-Tourismus e.V.

Sauerland-Tourismus setzt auf Dialog und Austausch

Zuletzt geändert: 22. Oktober 2026Von

(EB). Sichtbarkeit stärken, Qualität sichern und die Zusammenarbeit in der Region weiter ausbauen: Diese Themen standen im Mittelpunkt der Mitgliederversammlung und des anschließenden Sauerland-Forums des Sauerland-Tourismus e.V. Vertreterinnen und Vertreter aus Tourismus, Kommunen, Betrieben und Partnerorganisationen kamen dazu in Hellermanns Hütte in Schmallenberg-Gellinghausen am Green Hill Bikepark zusammen, um aktuelle Entwicklungen einzuordnen, gemeinsame Zukunftsfragen zu diskutieren und den Austausch innerhalb der Branche weiter zu vertiefen.

Rückblick und strategische Einordnung

Die Mitgliederversammlung bot einen kompakten Rückblick auf das abgelaufene Geschäftsjahr sowie auf zentrale Aktivitäten, Marketingmaßnahmen und Förderprojekte des Sauerland-Tourismus. Anschließend rückte das Sauerland-Forum stärker den Blick nach vorn: auf Sichtbarkeit, Qualität und Zusammenarbeit als zentrale Themen für die zukünftige touristische Entwicklung der Region.

Lebendiger Austausch

Das anschließende Sauerland-Forum griff diese Leitfragen auf und setzte bewusst auf ein offenes, praxisnahes Format. Das Programm bot in lockerer Atmosphäre fachliche Impulse, konkrete Beispiele aus der Region und ausreichend Raum für persönliche Gespräche. So entstand ein lebendiger Austausch, der nicht nur aktuelle Themen sichtbar machte, sondern auch die Vernetzung zwischen den Akteuren im Fokus hatte.

Kräfte noch besser bündeln

„Das Sauerland steht touristisch auf einem starken Fundament. Entscheidend ist jetzt, dass wir unsere Kräfte noch besser bündeln und gemeinsam an Sichtbarkeit, Qualität und relevanten Angeboten arbeiten“, betonte Philipp Scharfenbaum, 1. Vorsitzender des Sauerland-Tourismus „Dazu brauchen wir den engen Schulterschluss mit den Orten, den Betrieben und unseren Partnern. Denn die Zukunft der Region entsteht nur gemeinsam.“

Praxisbeispiele und neue Impulse

Für inhaltlichen Input sorgten neben verschiedenen Best-Practice-Beispielen auch eine Podiumsdiskussion mit Stimmen aus der touristischen Praxis. Dabei ging es unter anderem um die Qualität touristischer Angebote, um veränderte Erwartungen der Gäste sowie um die Frage, wie sich der Tourismus auf den unterschiedlichen Ebenen weiterentwickeln muss – vom einzelnen Betrieb über die Kommunen und Regionen bis hin zum Landestourismusverband. Deutlich wurde: Zukunftsfähiger Tourismus braucht attraktive Produkte, verlässliche Qualität, klare Zuständigkeiten und eine enge Verzahnung der Akteure.

Eigene Herausforderungen

Die Podiumsdiskussion machte zudem sichtbar, wie unterschiedlich die Perspektiven innerhalb der Branche sind und wie wertvoll der Austausch darüber ist. Betriebe, Destinationen und übergeordnete touristische Organisationen stehen jeweils vor eigenen Herausforderungen, verfolgen aber ein gemeinsames Ziel: das Sauerland als starken Urlaubs-, Freizeit- und Lebensraum weiterzuentwickeln.

Erfolgreiche Kooperationen

Die vorgestellten Praxisbeispiele zeigten wiederum, wie vielfältig bereits heute in der Region gearbeitet wird. Im Fokus standen unter anderem erfolgreiche Kooperationen zwischen Gastgebern, Ansätze zur systematischen Erfassung und Weiterentwicklung touristischer Infrastruktur im Rahmen des Förderprojektes „GRENZENLOS“, neue Ideen für den Tagestourismus sowie aktuelle Anforderungen im Bereich Nachhaltigkeit und Kommunikation in Bezug auf die seit Ende September verbindlich anzuwendende EmpCo-Richtlinie. Die Beispiele machten deutlich, dass viele Impulse direkt aus der Praxis entstehen. Dort, wo Betriebe, Orte und Partner gemeinsam Lösungen entwickeln, Angebote verbessern und neue Zielgruppen ansprechen.

Austausch und persönlicher Input

„Wir wollen mit dem Sauerland-Forum ganz bewusst einen Rahmen schaffen, der fachlichen Input und persönlichen Austausch verbindet“, erklärte Dr. Jürgen Fischbach, Geschäftsführer des Sauerland-Tourismus. „Gerade die Gespräche zwischen den Programmpunkten sind wertvoll, weil dort konkrete Ideen entstehen: für Kooperationen, für gemeinsame Vermarktung und für ein noch stärkeres Auftreten des Sauerlandes nach außen.“

Sauerland-Tourismus gut aufgestellt

Das Fazit des Tages fiel entsprechend positiv aus: Der Sauerland-Tourismus sieht sich gemeinsam mit seinen Mitgliedern gut aufgestellt, um aktuelle Herausforderungen aktiv anzugehen und das Sauerland als attraktiven Urlaubs-, Freizeit- und Lebensraum zukunftsfest weiterzuentwickeln.