Startpunkt ist der Gedenkstein für die Synagoge an der Ecke Mendener Straße /Karnacksweg. Foto: Stadt Iserlohn

Gedenkveranstaltung und Schweigemarsch

Zuletzt geändert: 5. November 2026Von

Iserlohn erinnert an Reichsprogromnacht 1938

(EB). Am 9. November 1938 brannten in ganz Deutschland die Synagogen, so auch in Iserlohn. An der Mendener Straße wurde die Synagoge in Brand gesteckt, jüdische Nachbarn wurden drangsaliert, angegriffen und ausgeraubt. Jüdische Bürgerinnen und Bürger waren mit ihrem Hab und Gut ungehemmter Gewalt ausgesetzt. Die Novemberpogrome steigerten den staatlichen Antisemitismus zur Existenzbedrohung für die Juden im damaligen Deutschen Reich. Auch viele Andersdenkende und Angehörige anderer Nationalitäten wurden Opfer der Verfolgung.

Zeichen setzen

Um daran zu erinnern und ein Zeichen zu setzen für Toleranz und Mitmenschlichkeit, sind alle Bürgerinnen und Bürger auch in diesem Jahr wieder eingeladen, an der Gedenkveranstaltung am Montag, 9. November, um 18 Uhr teilzunehmen. Startpunkt ist der Gedenkstein für die Synagoge (Mendener Straße/Ecke Karnacksweg). Nach einer Ansprache von Bürgermeister Michael Joithe und einem Redebeitrag von Pfarrer Dietmar Schulte, Leiter des Pastoralen Raumes Iserlohn, wird eine Totenehrung nach jüdischem Ritus durchgeführt.

Zwischenstopps an den „Stolpersteinen“

Im Anschluss begeben sich die Teilnehmenden auf einen Schweigegang durch die Innenstadt zum Mahnmal am Poth mit Zwischenstopps an den „Stolpersteinen“. Am Mahnmal wird das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus durch Jugendliche, die an der Gedenkstättenfahrt nach Albinea teilgenommen haben, das Friedensplenum und weitere Akteure gestaltet. Die Veranstaltung endet mit Blumen- und Kranzniederlegungen.

Die Mahnveranstaltung ist eine gemeinsame Aktion der Stadt Iserlohn, der Ratsmitglieder und des Friedensplenums.