
Sylvia Olbrich, Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/DFie Grünen im Iserlohner Rat, fordert klimafitte Bildungs und Betreuungseinrichtungen. Archivfoto: Hendrik Klein
Hitzeschutz und Solarenergie gemeinsam denken
Grüne Iserlohn fordern klimafitte Bildungs- und Betreuungseinrichtungen
(EB). Die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Iserlohn fordert ein umfassendes Konzept für klimafitte Bildungs und Betreuungseinrichtungen. Ziel ist es, die Auswirkungen zunehmender Hitze auf Kinder, Jugendliche und Beschäftigte wirksam zu begrenzen und gleichzeitig erneuerbare Energien auszubauen.
Hitzebelastung erfassen
Mit einem entsprechenden Antrag soll die Verwaltung beauftragt werden, die Hitzebelastung in Schulen, Kindertagesstätten und weiteren städtischen Bildungs und Betreuungseinrichtungen zu erfassen und Maßnahmen wie Verschattung, Begrünung, moderne Lüftungssysteme sowie, wo erforderlich, technische Kühlungslösungen zu prüfen. Gleichzeitig sollen geeignete Dächer konsequent für Photovoltaikanlagen genutzt werden, um einen Teil des benötigten Stroms klimafreundlich selbst zu erzeugen.
Klimaanpassung und Klimaschutz verbinden
„Wer im Sommer einmal ein Klassenzimmer oder eine Kita Gruppe an einem heißen Tag erlebt hat, weiß, wie belastend hohe Temperaturen sein können. Lernen, Spielen und Arbeiten werden dadurch erheblich erschwert“, erklärt die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Sylvia Olbrich. Weiter sagt sie: „Wir können nicht akzeptieren, dass Kinder bei Temperaturen von weit über 30 Grad lernen, spielen oder ihren Alltag verbringen müssen. Hitzeschutz ist kein Luxus, sondern eine Frage von Gesundheit, Chancengerechtigkeit und guter Bildung. Wenn wir gleichzeitig die Dächer für Solarenergie nutzen, verbinden wir Klimaanpassung und Klimaschutz auf sinnvolle Weise.“
Nicht nur über Klimaanlagen sprechen
Die Grünen betonen, dass dabei nicht ausschließlich über Klimaanlagen gesprochen werden solle. Oft könnten bereits Sonnenschutz, Begrünung und moderne Lüftungskonzepte deutliche Verbesserungen bewirken. Wo dies nicht ausreiche, müssten jedoch auch technische Kühlungslösungen ernsthaft geprüft werden. Gerade kleine Kinder in Kitas sowie Schülerinnen und Schüler verbringen einen Großteil ihres Tages in öffentlichen Einrichtungen. Die zunehmenden Hitzewellen stellen deshalb nicht nur eine Herausforderung für die Gebäude dar, sondern auch für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Kinder.
Klimawandel in Kitas und Schulen angekommen
„Der Klimawandel findet nicht irgendwann statt. Er ist längst in unseren Kitas und Schulen angekommen. Unsere Kinder haben ein Recht auf gesunde Bedingungen zum Lernen, Spielen und Aufwachsen. Wer heute in klimafitte Bildungseinrichtungen investiert, investiert in die Zukunft unserer Stadt.“ Die Grünen wollen, dass die Verwaltung einen konkreten Maßnahmen und Finanzierungsplan vorlegt und dabei auch mögliche Fördermittel von Bund und Land einbezieht. Ziel sei eine schrittweise Umsetzung mit klaren Prioritäten für besonders belastete Standorte. „Klimafitte Kitas und Schulen sind kein Luxusprojekt. Sie sind eine notwendige Antwort auf die Realität, die Kinder und Beschäftigte jeden Sommer erleben.“, so Olbrich abschließend.

