Perspektive für die Ruhr-Sieg-Strecke gefordert
(EB). Die heimische Bundestagsabgeordnete Sandra Stein (Bündnis 90/Die Grünen) setzt sich für die dringend notwendige Modernisierung der Brücken an der Bahnstrecke von Hagen nach Siegen (Ruhr-Sieg-Strecke) ein, eine von vielen maroden Schienenverbindungen Deutschlands. Sie hatte dazu eine Anfrage an die Bundesregierung gestellt, um die Situation an den Brücken auf der Strecke zu klären. Unterstützt wurde sie dabei von den Grünen aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein.
Zentrale Verkehrsader der Region
„Die Ruhr-Sieg-Strecke ist eine zentrale Verkehrsader unserer Region – sowohl für Pendlerinnen und Pendler als auch für die Wirtschaft“, betont Stein. „Ein funktionierender Schienengüterverkehr ist essenziell für die Logistik und die Betriebe vor Ort. Wir dürfen nicht länger zulassen, dass marode Brücken Lieferketten gefährden und Fahrzeiten unnötig verlängert werden.“
Drei Brücken beschädigt
Julian Kirchner, verkehrspolitisch aktives Mitglied der Grünen Siegen-Wittgenstein, ergänzt: „Die Probleme sind bekannt, doch die Umsetzung von Maßnahmen muss endlich schneller erfolgen. Nur so kann die Region langfristig wettbewerbsfähig bleiben und der Schienengüterverkehr zuverlässig funktionieren.“ Die Antworten der Bundesregierung zeigen: Drei Brücken sind stark beschädigt, zwei davon nur noch mit Schrittgeschwindigkeit befahrbar. Besonders kritisch ist die Lennebrücke südlich von Finnentrop, die voraussichtlich bis 2032 nur gedrosselt befahrbar sein wird – ein Zustand, den Stein als untragbar bewertet.
Fortschritt bei Hundembrücke
Positiv hervorgehoben wird der Fortschritt bei der Hundembrücke in Altenhundem, deren Erneuerung bereits begonnen hat. Die dafür erforderliche Sperrpause soll auch für die Reparatur der benachbarten Brücke über den Olpebach in Kirchhundem genutzt werden. Weitere Brücken auf der Bahnstrecke von Siegen nach Hagen sind nach Aussage des Bundesverkehrsministeriums derzeit nicht in kritischem Zustand. Dennoch zeigt die Situation deutlich: Die Region braucht dringend eine nachhaltige Perspektive für die Ruhr-Sieg-Strecke, um Mobilität, Pendlerkomfort, sicheren Schienengüterverkehr und die Wirtschaftskraft der Region zu sichern.


