Auf dem Hof Drepper in Iserlohn-Sümmern schauten sich die Teilnehmenden die riesigen Gemüsefelder an. Foto: Hendrik Klein

Sommertour zu heimischen Landwirten

Zuletzt geändert: 23. August 2026Von

SPD-Abgeordnete informierten sich über Sorgen und Nöte

Von Hendrik Klein

„Die Landwirtschaft und die SPD sind aktuell in der Krise. Es wäre für beide besser, wenn sich daran etwas ändert.“ Mit diesen Worten begrüßte Gemüsebauer Christian Drepper die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Lugk und deren Fraktionskollegen Jens Behrens aus Soest auf seinem Hof in Iserlohn-Sümmern. Die Sozialdemokratin und ihr Fraktionskollege waren gekommen, um bei ihrer Sommertour mit heimischen Landwirten ins Gespräch zu kommen. Jens Behrens, gelernter Bankkaufmann, gehört dem Bundestag seit November 2025 an und ist Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat.

Tour nach Menden und Rheinermark

Der Hof Drepper war Ausgangspunkt für die Tour, die die Berufspolitiker, Verbandsvertreter sowie einige heimische Landwirte auch noch zum Betrieb von Lutz Bedehäsing, Landwirt mit Biogasanlage im Iserlohner Ortsteil Rheinermark, sowie auf den Hof von Kartoffelbauer Heinz-Josef Scheffer nach Menden führte. Bei der Rundreise mit dabei: Ulrich Brinckmann, Kreisvorsitzender des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands (WLV), aus Iserlohn-Kalthof sowie dessen Stellvertreterin Christina Große-Frericks. Iserlohns SPD-Landtagskandidatin und Fraktionsvorsitzende im Rat der Stadt, Eva Kitz, war ebenfalls zum Startpunkt gekommen.

„Ein schöner Job, der Spaß macht“

„Wir wollen die aktuellen Themen der Landwirtschaft aufnehmen und dranbleiben“, begründete Bettina Lugk den Anlass für die Stippvisite bei den Bauern. „Es ist gut, sich auch mal zwischen den Wahlkämpfen zu treffen“, lobte Ulrich Brinckmann die Initiative der SPD-Gäste. „Es ist auch mal schön, wenn man aus den Besprechungsräumen herauskommt“, fügte Bettina Lugk hinzu. Landwirt sei „ein schöner Job, der Spaß macht“, formulierte Christian Drepper, trotz sich ständig verschlechternden Rahmenbedingungen für seine Berufskollegen und ihn. Seit 1992 betreibe seine Familie den Gemüsegroßhandel. Mit 150 Mitarbeitenden und zehn LKW im Fuhrpark seien die Personal-Probleme, der hohe Diesel-Preis und die LKW-Maut natürlich wichtige Punkte.

„Nicht immer nur jammern“

Zum Betrieb gehören neben dem Gemüseanbau auch ein Hofladen und die eigene Metzgerei, erklärte Susanne Drepper-Heesch den Besuchern aus der Politik. Alles seien eigene Betriebe – „aber wir arbeiten als Familienmitglieder selbstverständlich überall mit.“  Arbeit gab es in den letzten Wochen für die Bauern genug. Ulrich Brinckmann: „Seit dem Frühjahr ist alles eine Woche früher.“ Über die anhaltende Hitze der letzten Wochen und die damit verbundene Trockenheit verlor der WLV-Kreisvorsitzende kein Wort. „Ich möchte nicht immer ins Jammern verfallen, weil die Grundstimmung vielleicht schlecht ist. Für mich ist das Wasserglas immer halbvoll“, so Brinckmann. Und eines sei doch auch klar: „Wenn wir nächstes Jahr etwas ernten wollen, müssen wir säen.“

Energieversorgung weiteres Thema

Nach dem Start auf Hof Drepper ging es für die Reisegruppe zum Hof Scheffer nach Menden, dann zurück zu einem Mittagsstopp nach Iserlohn-Sümmern und abschließend zum Betrieb von Lutz Bedehäsing in den Iserlohner Ortsteil Rheinermark. Hier war das Thema Energieversorgung und -erzeugung das zentrale Thema. Der Landwirt betreibt eine Biogasanlage. Heimische Landwirte, so die Aussage, könnten zur Energiesicherheit beitragen