
Thomas Stoltmann, Bereichsleiter Vertrieb und Beschaffung bei den Stadtwerken Iserlohn, gab einen Überblick über den Stand der Elektromobilität. Foto: Hendrik Klein
Elektromobilität in Iserlohn steigt
216 Ladepunkte im Stadtgebiet
Von Hendrik Klein
Die Elektromobilität in Iserlohn steigt. Die Anzahl der Ladepunkte, je zwei pro Ladesäule, ist im Stadtgebiet inzwischen auf 216 angestiegen. 154 davon werden von den Stadtwerken betrieben, der Rest von der Stadt und weiteren Anbietern. Das erfuhren die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt- und Klimaschutz in ihrer jüngsten Sitzung von Thomas Stoltmann, Bereichsleiter Vertrieb und Beschaffung bei Stadtwerke Iserlohn GmbH. Die Fraktion Die Linke hatte den Bericht beantragt.
571.000 kW Strom abgegeben
„Die Ladekapazität beträgt 22 Kilowattstunden, die Ladezeit sechs bis acht Stunden“, berichtete Thomas Stoltmann. Die Stadtwerke hätten an den Säulen 571.000 Kilowattstunden Strom zum Preis von 30 Cent pro Kilowattstunde abgegeben und dadurch geholfen, 500 Tonnen CO² einzusparen. „Die Ladestationen verteilen sich im gesamten Stadtgebiet. Sie werden in den Ortsteilen Rheinen und Hennen weniger genutzt als woanders. Das hat den Grund, dass es dort mehr Eigenheime gibt und die Hausbesitzer ihre E-Fahrzeuge dort laden können“, verriet Thomas Stoltmann.
5,6 Prozent E-Fahrzeuge zugelassen
Bundesweit, so der Stadtwerke-Mitarbeiter, seien derzeit vier Prozent E-Fahrzeuge zugelassen. „Im Märkischen Kreis sind es 5,4 Prozent, in Iserlohn sogar 5,6 Prozent.“ 2025 sei ein leichter Rückgang bei den Zulassungen zu verzeichnen gewesen. Stoltmann: „Grund dafür war der Wegfall der Förderung.“ Aktuell sei der Wille der Autobesitzer, auf Elektromobilität umzustellen, deutlich größer geworden. „Da passt sich auch die Automobilindustrie an“, erklärte der Stadtwerke-Bereichsleiter.
Eine Million Euro werden investiert
Darauf reagiere auch der heimische Energieversorger. Auf 270 Ladepunkte wollen die Stadtwerke ihre Ladeinfrastruktur in der Waldstadt bis zum Jahr 2030 ausbauen. „Dafür werden wir rund eine Million Euro investieren. Unser Ziel ist es, 1,4 Millionen Kilowattstunden abzugeben. Wir erwarten eine dreifach gestiegene Energiemenge. Dafür brauchen wir mehr Ladestationen.“ Dabei müsse Rücksicht darauf genommen werden, dass der Trend eindeutig zu Schnelladestationen gehe. Dafür müsse auch das Netz ertüchtigt werden.

