Kindesentführerin in die Psychiatrie
Sicherheitskonzept für Neugeborenen-Station
(ots). Ergänzende Meldung der Staatsanwaltschaft Hagen sowie der Polizei Märkischer Kreis zur „Kindesentziehung im Krankenhaus“:
Die Staatsanwaltschaft Hagen hat einen Antrag auf einstweilige Unterbringung der 18-Jährigen gestellt. Dem hat das zuständige Amtsgericht Hagen entsprochen. Die dringend Tatverdächtige wird nunmehr in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht.
Stellungnahme Klinikum Lüdenscheid:
„Aufgrund der zahlreichen Medienanfragen zu den Sicherheitsmaßnahmen auf der Neugeborenen-Station möchten wir zum bestehenden Sicherheitskonzept sowie zu den unmittelbar nach dem Vorfall eingeleiteten Maßnahmen wie folgt Stellung nehmen. Für die Neugeborenen-Station besteht ein Sicherheitskonzept, das den Zutritt auf einen kontrollierten Personenkreis beschränkt. Der Zugang erfolgt über eine elektronisch gesicherte Eingangstür mit Zahlencode. Besucher melden sich über eine Gegensprechanlage an und erhalten erst nach einer Plausibilitätsprüfung Zutritt. Darüber hinaus sind alle Mitarbeitenden verpflichtet, ihre Dienstausweise während des Dienstes gut sichtbar an der Berufskleidung zu tragen.
Nach Bekanntwerden des Kindesentzuges wurde ergänzend festgelegt, dass Besucher nach ihrer Anmeldung nicht mehr per elektronischem Türöffnung eingelassen, sondern grundsätzlich persönlich an der Eingangstür abgeholt und bis zum Patientenzimmer begleitet werden. Darüber hinaus werden auch zusätzliche ergänzende Maßnahmen geprüft, darunter die Möglichkeit der Installation einer Videoüberwachung im Eingangsbereich der Station. Aus Rücksicht auf die laufenden Ermittlungen können wir uns zum konkreten Tatablauf nicht äußern. Die Kommunikation hierzu erfolgt durch die Staatsanwaltschaft Hagen.“


