
Wer glaubt, Opfer von Kreditkarten- oder EC-Kartenbetrügern gewowrden zu sein, sollte sofort die Polizei informieren. Archivfoto: Polizei MK
Kreditkartenbetrüger unterwegs
(ots). Eine 50-jährige Frau ist in Iserlohn möglicherweise auf Kreditkartenbetrüger hereingefallen. Sie bekam vor zwei Wochen eine SMS, wonach ihre Kreditkarte „auffällig“ geworden sei. Sie sollte sich telefonisch bei der Bank melden. Das tat die Frau: Die Nummer war richtig. Die Bank stellte eine neue Kreditkarte aus, die auch bei der Kundin ankam. Doch dann meldete ein angeblicher Bank-Mitarbeiter, fragte, ob die Karte angekommen sei und verlangte per Messenger die Übersendung eines Fotos des Ausweises und der neuen Kreditkarte. Das erledigte die 50-Jährige. Am Dienstag folgte die große Überraschung: Es gab zwei erhebliche Abbuchungen von der Karte. Die Frau ließ ihre Karte sperren und erstattete Anzeige bei der Polizei.
Angeblich Abos abgeschlossen
Wegen eines angeblich von ihr abgeschlossenen Abos bekam eine Iserlohnerin am Dienstag einen Anruf. Die Anruferin ratterte die Daten der Frau herunter und behauptete dann, dass die Iserlohner ein Abo abgeschlossen habe und nun monatlich 60 Euro zu zahlen habe. Den Protest der Iserlohnerin ignorierte die Dame am Telefon und tat so, als würde sie sich bei einer Kollegin nach schnellen Kündigungsmöglichkeiten erkundigen. Die Iserlohnerin legte auf, erkundigte sich bei ihrer Bank, ob es Abbuchungen gegeben habe. Das war nicht der Fall. Dennoch erstattete die Iserlohnerin Anzeige bei der Polizei wegen eines möglichen Betrugs.
Warnung der Polizei
Die Polizei warnt vor dieser Masche: Wie die Täter an die Daten ihrer Opfer kommen, ist unklar. Jedenfalls sehen sich immer wieder nichtsahnende Opfer mit Forderungen zu angeblichen Abos konfrontiert. Für solche Abos gelten strenge Regeln zum Beispiel zu Widerspruchsfristen. Deshalb sollten sich Betroffene keinesfalls auf die Forderungen einlassen, sondern Belege und Rechnungen fordern. Unberechtigte Abbuchungen können über die Bank rückgängig gemacht werden. Betrüger setzen darauf, dass ihre Opfer den angeblich nicht gekündigten Vertrag einem eigenen Versäumnis zuschreiben, in den „sauren Apfel“ beißen und lieber einige Monate bezahlen, um den Vertrag dann loszuwerden. Im Zweifel beraten Rechtsanwälte oder die Verbraucherzentrale.

