Großes Glück hatte die 18-jährige Faurerin dieses Autos. Ein Ast durchschlug die Windschutzscheibe ihres PKW bei voller Fahrt. Foto: Feuerwehr Iserlohn

Viele Einsätze wegen „Luise“ und „Manja“

Zuletzt geändert: 26. Oktober 2026Von

Herbststürme beschäftigen Feuerwehr und SIH – Ast durchschlägt Autoscheibe

(ots). In der Zeit von Freitag bis Sonntag zogen zwei Herbststürme über das Iserlohner Stadtgebiet. Diese sorgten für einiges an Arbeit bei der Berufs- und den Freiwilligen Feuerwehren. Bereits am Freitagabend ließen erste starke Windböen Bäume umfallen und Äste abbrechen. Dies setzte sich vereinzelt im Laufe des Samstags fort. Am Freitagabend wurde zudem ein fahrender PKW von einem herabstürzenden Ast getroffen. Der Ast durchschlug die Windschutzscheibe und blieb im Armaturenbrett auf Höhe des Lenkrads stecken. Die 18-jährige Fahrerin wurde durch den Rettungsdienst untersucht, blieb aber glücklicherweise unverletzt.

Schälkstraße gesperrt

In der Nacht von Samstag auf Sonntag zog dann „Luise“ mit voller Kraft über das Gebiet der Waldstadt, sodass es zu einer Vielzahl von Einsätzen für die Feuerwehr kam. Dabei handelte es sich ebenfalls hauptsächlich um umgestürzte Bäume und herabgefallene Äste. Die Einsatzorte konzentrierten sich vor allem auf die Bereiche Iserlohn-Stadtmitte, Letmathe und Grüne. Gegen 2:50 Uhr wurde ein Bauelement auf der Schälkstraße gemeldet. Die zu diesem Einsatz alarmierte Löschgruppe konnte die Einsatzstelle jedoch nicht erreichen, da mehrere Bäume auf der Straße lagen. Bei den Sägearbeiten, um die Straße wieder befahrbar zu machen, stellten die noch stehenden Bäume allerdings eine so große Gefahr dar, dass die Arbeiten abgebrochen und die Straße gesperrt wurden.

Noch während der Absperrmaßnahmen stürzten in dem Bereich, in dem die Einsatzkräfte kurz zuvor gearbeitet hatten, zwei weitere Bäume um. Die Schälkstraße war  zwischen der Abzweigung „Bürenbrucher Weg“ und der Abzweigung „Im Kump“ gesperrt.  Gegen 3 Uhr kehrte vorerst etwas Ruhe ein, und die Einheiten bekamen eine kurze Verschnaufpause.

Berufsfeuerwehr und neun Löschgruppen aktiv

Als dann am Sonntag morgen Sturm „Manja“ Aufzog wurde gegen 6 Uhr dann das nächste Hindernis auf der Straße gemeldet. Ab diesem Zeitpunkt gingen immer wieder Meldungen über umgestürzte Bäume und Äste auf Straßen und Fußwegen ein. Immer wieder kam es zu kleineren Häufungen von Einsätzen, sodass sich das Einsatzaufkommen über den gesamten Sonntag hinzog. Insgesamt kam es im Verlauf des Wochenendes von Freitag bis Sonntagabend zu folgenden Einsatzzahlen: 42 Technische Hilfeleistungen im Zusammenhang mit den Stürmen und 13  weitere Einsätze der Feuerwehr sowie 115 Einsätze für den Rettungsdienst (nicht sturmbedingt).

Im Einsatz befanden sich folgende Einheiten: Berufsfeuerwehr Iserlohn, Löschgruppe Stadtmitte, Löschgruppe Obergrüne, Löschgruppe Bremke, Löschgruppe Kesbern, Löschgruppe Letmathe, Löschgruppe Lössel, Löschgruppe Oestrich, Löschgruppe Untergrüne und  Löschgruppe Sümmern.

70 Sturmschäden: SIH in Hemer und Iserlohn im Einsatz

Nach den Sturmböen vom Wochenende war der Stadtbetrieb Iserlohn/Hemer (SIH) in beiden Städten im Einsatz. An zahlreichen Straßen bargen die Mitarbeiter abgebrochene Äste und entfernen Totholz aus den Straßenbäumen. Rund 70 Einsatzorte verzeichnet der SIH am Montagvormittag Vormittag. Die Schadensstellen verteilen sich über die Stadtgebiete: In Hemer (ca. 25 Einsätze) von Ihmert bis Landhausen und in die Becke. Betroffen sind unter anderem die Schulstraße, die Jahnstraße, die Altenaer Straße, der Stübecker Weg sowie die Straßen Auf dem Brauck, An der Schleuse und Lerchenstraße.

Bäume auf Radweg gestürzt

Auch der Radweg zwischen Hemer und Menden ist betroffen: Unmittelbar hinter dem Ausgang der Unterführung an der Edelburg sind kleinere Bäume auf den Radweg gestürzt. Da in dem angrenzenden Hang noch deutlich größere Bäume stehen und deren Umstürzen nicht mit Sicherheitheit ausgeschlossen werden kann, wird der Abschnitt von der Unterführung bis zu den Photovoltaikmodulen der Firma Grohe zunächst gesperrt. Weil die Einsätze in Wohngebieten und an Straßen vorrangig behandelt werden, können die Räumung des Radwegs und Kontrollen der größeren Bäume nicht unmittelbar erfolgen. Aufgrund der Vielzahl der Einsatzorte muss damit gerechnet werden, dass die Sperrung erst am Mittwoch, 28. Oktober, aufgehoben werden kann. Der SIH bedankt sich für das Verständnis.

45 Einsätze in Iserlohn

In Iserlohn (ca. 45 Einsätze) zeigt sich ein ähnliches Bild. Auch hier bergen die SIH-Kolonnen abgebrochene Äste und entfernen Totholz aus den Bäumen. Im Einsatz sind sie unter anderem an der Schützenstraße, Lupinenstraße, Grürmannsheider Straße, Lessingstraße, Auf der Insel, am Lennedamm, am Gerlingser Weg sowie an den Straßen Eichengrund, Werkstraße, Seilerblick und Frauenstuhlweg.

 

Feuerwehr Iserlohn
Pressestelle

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