Ruhrverband: Verbandsrat hat über Neubesetzung des Vorstands entschieden

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Oberbürgermeister Thomas Kufen bei der 88. Verbandsratssitzung Ruhrverband. (v.l.n.r.): Norbert Jardin, Vorsitzender des Ruhrverbands, Caroline Beate Fieback, Personalvorständin des Ruhrverbandes, Oberbürgermeister Thomas Kufen und Cristoph Gerbersmann, Finanzvorstand des Ruhrverbandes. Foto: Rosa Lisa Rosenberg

Künftig drei statt zwei Vorstandsmitglieder – Neue Ressortverteilung ab 1. Mai

(EB). Der Verbandsrat, das oberste Aufsichtsgremium des Ruhrverbands, hat in seiner jüngsten Sitzung die Neubesetzung des Vorstands und die Neuordnung des Geschäftsverteilungsplans beschlossen. Der Vorstand kehrt damit nach 20 Jahren zu seiner ursprünglichen Konstellation mit drei Mitgliedern zurück. Hintergrund dieser Neuorganisation war der in diesem Jahr auslaufende Dienstvertrag von Dr. Antje Mohr als Vorständin für Finanzen, Personal und Verwaltung. Ihr bisheriger Verantwortungsbereich wird in ein neues Vorstandsressort Finanzen und ein neues Vorstandsressort Personal, Verwaltung und Soziales aufgeteilt. Beide Ressorts werden in diesem Zusammenhang neu besetzt, die Neuordnung des Geschäftsverteilungsplans soll zum 1. Mai in Kraft treten.

Ausgewiesener Finanzexperte

Das Vorstandsressort Finanzen wird der ausgewiesene Finanzexperte Christoph Gerbersmann übernehmen. Er ist 58 Jahre alt und seit vielen Jahren Erster Beigeordneter und Kämmerer der Stadt Hagen, wo er für Finanzen und Informationstechnik verantwortlich ist. Seit 2015 ist er auch Vorsitzender des Fachverbands der Kämmerinnen und Kämmerer in NRW und hat ein gutes Netzwerk in der kommunalen Familie. Zudem engagiert er sich seit über 40 Jahren für Natur- und Umweltschutz, nachdem er sein Studium als Diplom-Ingenieur Landschafts- und Freiraumplanung abgeschlossen hat und sieben Jahre lang Geschäftsführer des Umweltzentrums Hagen gewesen ist. In seinem Vorstandsressort werden neben den Finanzen künftig auch die Bereiche Recht und Liegenschaften sowie Informationstechnik angesiedelt sein. Die Entscheidung, seine Heimatstadt Hagen beruflich zu verlassen, fällt dem langjährigen Kämmerer nach eigenem Bekunden nicht leicht: „Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Seit rund 30 Jahren habe ich kaum eine Ratssitzung versäumt, erst als Ratsmitglied, dann als Stadtkämmerer. Ich freue mich sehr auf meine neue Aufgabe beim Ruhrverband.“

Der Ruhrverband ist verantwortlicher Träger der umfassenden Wasserwirtschaft im gesamten Flussgebiet der Ruhr mit einem System von Talsperren zur Bewirtschaftung der Wassermengen und einem flächendeckenden Netzwerk von Abwasserbehandlungsanlagen zur Reinhaltung der Gewässer für 60 Kommunen.

Carolin-Beate Fieback für Personal

Das Vorstandsressort Personal, Verwaltung und Soziales wird künftig die bisherige Personalratsvorsitzende des Ruhrverbands, Carolin-Beate Fieback, bekleiden. Die 50-jährige Diplom-Betriebswirtin ist seit 25 Jahren in verschiedenen Funktionen für den Ruhrverband tätig. Ehrenamtlich ist sie langjährige Vorsitzende des ver.di-Bezirks Ruhr-West und seit vielen Jahren für die Energie-, Abfall- und Wasserwirtschaft NRW zuständig. Als Spitzenfunktionärin hat sie die Weiterentwicklung des Tarifvertrages für die Wasserwirtschaft maßgeblich beeinflusst. Bereits in ihrer Tätigkeit als Personalratsvorsitzende war sie an der strategischen Weiterentwicklung des Ruhrverbands beteiligt. Die Belange der Beschäftigten kennt sie aus dem täglichen Dialog und ihrer langjährigen Zugehörigkeit zum Verband. „Ich freue mich auf die neue Rolle und werde sie mit der gewohnten Klarheit ausfüllen“, sagt sie.

Prof. Norbert Jardin, der dem Vorstand seit 2016 angehört und seit 2019 Vorstandsvorsitzender ist, wird die Geschicke des Ruhrverbands bis zu seinem altersbedingten Ausscheiden im April 2025 weiter lenken. Über seine Nachfolge wird der Verbandsrat des Ruhrverbands noch in diesem Jahr entscheiden.

wave.inc

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