Liese für Schutzanpassung beim Wolf

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Dr. Peter Liese hat mit Weidentierhaltern in der Region gesprochen und gesehen, wie dramatisch die Situation ist. Foto: Europabüro

(EB). Der südwestfälische CDU-Europaabgeordnete und Spitzenkandidat der CDU NRW für die Europawahl, Dr. Peter Liese, spricht sich nachdrücklich für die Anpassung des Schutzstatus des Wolfes aus. Am 20.12.2023 hat die EU-Kommission endlich einen Vorschlag vorgelegt, den Schutzstatus des Wolfs in der Berner Konvention von „streng geschützt“ auf „geschützt“ abzusenken. Peter Liese und seine Fraktionskollegen hatten sich massiv für diesen Vorschlag eingesetzt. Diesem Vorschlag müssen jetzt noch die EU-Mitgliedstaaten in den nächsten Wochen zustimmen.

Zahl der Nutztierrisse steigt jedes Jahr

In einem offenen Brief wendet sich Peter Liese deshalb jetzt mit Unionskolleginnen und -kollegen an Umweltministerin Steffi Lemke (Bündnis 60/Die Grünen): „Der Wolf darf nicht über die Menschen und Weidetierhalter gestellt werden. Die Anpassung des Schutzstatus ist deshalb notwendig, um ein vernünftiges und ausgewogenes Management der Wolfspopulation zu ermöglichen. Mit einer Zahl von schätzungsweise rund 3.000 Tieren im Bundesgebiet hat Deutschland eine sehr hohe Wolfsdichte – mit entsprechend massiven Auswirkungen für unsere Landwirtschaft und Weidetierhalter. So steigt die Zahl der Nutztierrisse von Jahr zu Jahr – mit einem traurigen Höhepunkt im Jahr 2022 mit 4.366 Nutztierrissen. Dies entspricht mehr als einer Verdopplung gegenüber 2018 und stellt eine massive Bedrohung für den ländlichen Raum dar.“

Dramatische Situation der Weidetierhalter

In vielen Gesprächen mit Landwirten hat sich Peter Liese immer wieder ein Bild von der teilweise dramatischen Situation in der Weidetierhaltung gemacht: „Fast jede Woche rede ich mit Landwirten, die mir ihre Sorgen schildern und zum Teil auch schon dramatische Erfahrungen mit dem Wolf gemacht haben.“ Liese wies darauf hin, dass nach der jetzigen Gesetzeslage in Europa schon eine stärkere Bejagung des Wolfes möglich ist: „Frankreich und Schweden haben deutlich weniger Einwohner pro km2 und deutlich weniger Wölfe. Trotzdem gibt es dort mehr Abschüsse. Das ist im Rahmen des derzeitigen europäischen Rechts möglich. Trotzdem ist die Herabsetzung des Schutzstatus nötig, um mehr rechtliche Klarheit zu schaffen. Wir brauchen mehr Respekt für Landwirte, Waldbesitzer und die Menschen im ländlichen Raum. Weidetierhaltung fördert Biodiversität und gibt vielen Pflanzen und Tiere einen Lebensraum, der zerstört werden würde, wenn Weidetierhalter aufgrund der zunehmenden Verbreitung des Wolfs diese Haltungsform aufgeben“, erklärte Peter Liese, der auch umweltpolitischer Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament ist (EVP, Christdemokraten).

wave.inc

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