FDP möchte Veteranentag in Hemer
(EB). Die FDP im Rat der Stadt Hemer möchte, dass der Veteranentag am 15. Juni 2027 in der Stadt offiziell begangen wird. Die Liberalen haben einen entsprechenden Antrag an Hemers Bürgermeister Christian Schweitzer gerichtet mit der Bitte, die Verwaltung solle ein geeignetes Format dafür erarbeiten und mit den politischen Gremien abstimmen.
Zur Begründung führt Fraktionsvorsitzender Arne Hermann Stopsack aus: „Am 15.06.2026 beging Deutschland zum zweiten Mal den Nationalen Veteranentag. Der jährliche Gedenktag würdigt den Dienst und die Leistungen der aktiven und ehemaligen Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr. Der Deutsche Bundestag hat am 25.04.2024 mit großer Mehrheit beschlossen, den 15. Juni zum jährlichen Nationalen Veteranentag zu erklären. Der Gedenktag steht im Zeichen von Anerkennung, Respekt und Wertschätzung gegenüber allen aktiven und ehemaligen Soldatinnen und Soldaten. Er soll zugleich das Band zwischen Bundeswehr und Gesellschaft stärken.“
15. Juni offizieller Gedenktag
Der 15. Juni sei kein gesetzlicher Feiertag, sondern ein offizieller Gedenktag, so die Liberalen weiter. Das Datum erinnere daran, dass am 15.06.2019 erstmals das Veteranenabzeichen der Bundeswehr verliehen wurde. Der Veteranentag dürfe nicht allein eine zentrale Veranstaltung in Berlin bleiben. Er lebe davon, dass Begegnung, Anerkennung und Dialog auch vor Ort möglich werden. Arne Hermann Stopsack: „Auch Städte und Gemeinden sollen dafür Räume schaffen. Gerade die kommunale Ebene verbindet staatliche Institutionen, Vereine, Kirchen, Verbände und Bürgerschaft.“
Tradition als Garnison
Die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Hemer unterstützt den Veteranentag ausdrücklich und wirbt dafür, den Tag auch hier vor Ort sichtbar mit Leben zu füllen. „Gerade Hemer hat eine lange Tradition als Garnison und auch heute noch viele Verbindungen zur Bundeswehr sowie viele bauliche Zeugnisse mit militärischem Hintergrund. Die Bundeswehr und deren Angehörige haben Hemer bis in die 2000er Jahre entscheidend geprägt. Es ist unser Anliegen, das auch durch den Veteranentag im öffentlichen Gedächtnis zu verankern“, so die FDP.
Keine Großveranstaltung nötig
Für die Umsetzung vor Ort sei keine Großveranstaltung erforderlich. Schon niedrigschwellige Angebote könnten sichtbar machen, dass Veteraninnen und Veteranen Teil der örtlichen Gemeinschaft seien. Denkbar seien etwa eine Gedenkminute, die Beflaggung öffentlicher Gebäude, ein Gottesdienst, eine öffentliche Verleihung des Veteranenabzeichens, ein Informationsstand oder ein Gesprächsforum mit Veteraninnen und Veteranen. Auch Gelbe Schleifen an Rathäusern oder Ortsschildern, Lesungen, Märsche, Sportveranstaltungen und Beiträge in den sozialen Medien könnten Anerkennung sichtbar machen und den Austausch fördern.


