Einblicke in die heimische Landwirtschaft
Iserlohner CDU-Fraktion auf Sommertour auf Hof Drepper
(EB). „Der Besuch eines landwirtschaftlichen Betriebes ist fester Bestandteil unserer Sommertour, um Einblicke aus erster Hand zu bekommen“, stellte Iserlohns CDU-Fraktionsvorstzender Fabian Tigges zu Beginn fest. Christian und Heinrich Drepper begrüßten die CDU-Mitglieder auf ihrem Hof in Iserlohn Sümmern, darunter auch der heimische Landtagsabgeordnete Thorsten Schick.
150 Mitarbeiter
Die Familie Drepper baut auf einer Fläche von 100 Hektar Gemüse an. Insgesamt etwa 150 Mitarbeiter. Dazu gehören der Hofladen mit eigener Metzgerei und der Gemüsehandel. Eine eigene Tiermast haben sie vor Jahren aufgegeben. Deutlich wurde die Unterstützung der Landwirte untereinander. So werden Anbauflächen gewissermaßen getauscht, um im Rahmen der Fruchtfolge unterschiedlich anzupflanzen und die Böden optimal nutzen zu können.
Wetter stellt besondere Anforderungen
Dabei stellt das Wetter in diesem Jahr besondere Anforderungen. Ohne zusätzliche Bewässerung geht es nicht. Da stoßen auch hitzeresistente Sorten an ihre Grenzen. Doch nicht nur das Wetter schafft für die Landwirtschaft neue Herausforderungen, auch die weiterhin zunehmende Bürokratie mit immer umfassenderen Dokumentationspflichten. Dazu kommen die strengen Vorgaben des Lebensmittelhandels, was die Beschaffenheit der Produkte anbelangt. Bei klimabedingten Veränderungen, z.B. beim Gewicht des Gemüses, fehlt es an Flexibilität.
Strukturwandel beretet Sorge
Mit Sorgen betrachtet man deshalb den dadurch bedingten Strukturwandel in der Landwirtschaft. Kleinere Betriebe sind nicht mehr in der Lage, aufgrund des Preisdrucks und insgesamt zu geringer Preise, wirtschaftlich zu arbeiten. Landwirtschaft im Nebenerwerb, wie es früher häufig anzutreffen war, findet sich heute kaum noch. Die Agrarstruktur entwickelt sich zu immer größeren Betrieben. Erschwerend kommt der Import von Obst und Gemüse aus dem Ausland hinzu.
Erdbeeren aus Ägypten
Trotz der Transportkosten können aufgrund geringer Löhne in den Ländern die Produkte im Vergleich zu den deutschen Erzeugern günstiger angeboten werden. Deutlich werde dies u.a. an Erdbeeren aus Ägypten. „Wir werden künftig das Obst und Gemüse beim Händler mit anderen Augen sehen“, hob Fabian Tigges abschließend hervor und bedankte sich für die interessanten Einblicke in die heimische Landwirtschaft.


